SCHRIFTLICHE FRAGEN AN DIE BUNDESREGIERUNG – UND DIE ANTWORTEN DARAUF

 

Durch Diebstahl abhanden gekommene Schusswaffen in Deutschland

 

Wie viele registrierte Schusswaffen wurden in den letzten fünf Jahren gestohlen, und wo wurden diese genau entwendet (bitte nach Ort, z. B. aus dem Waffenschrank, Tresor, im Auto beim Transport auf dem Weg zum Schießtraining etc. aufschlüsseln)?

 

Antwort des Staatssekretärs Dr. Helmut Teichmann vom 3. Dezember 2019:

„Die Bundesregierung hat keine Gesamtübersicht oder Verlaufsstatistik zur Anzahl und den näheren Umständen der durch Diebstahl abhandengekommenen Schusswaffen in Deutschland. Der Vollzug des Waffengesetzes ist nach Artikel 83 des Grundgesetzes eigene Angelegenheit der Länder. Von den rund 550 Waffenbehörden wird die Tatsache des Abhandenkommens erfasst. Die näheren Umstände des Abhandenkommens oder des Diebstahls von Waffen werden hingegen nicht durchgängig und auch nicht nach einheitlichen Kriterien erfasst. Es können lediglich Werte aus dem Nationalen Waffenregister (NWR) mitgeteilt werden. Im NWR, dass im Wesentlichen die Kerninformationen zum privaten, legalen Waffenbesitz abbildet, werden lediglich stichtagsbezogene Angaben von Waffen und Waffenteilen, die „als abhandengekommen durch Straftat gemeldet“ gespeichert sind, dargestellt. Der Wert „als gestohlen gemeldet“ wurde 2018 zur Klarstellung in den Wert „abhandengekommen durch Straftat gemeldet“ (u. a. Diebstahl) umbenannt. Der Stichtagswert beinhaltet alle bis heute durch die zuständigen örtlichen Waffenbehörden gespeicherten Waffen und Waffenteile mit diesem Status, ein Rückschluss auf den tatsächlichen Zeitpunkt des Abhandenkommens ist nicht möglich. Die Gesamtzahl der im NWR gespeicherten Waffen und Waffenteile mit dem vorgenannten Wert betrug zum …“

 

Nachzulesen in BT-Drs. 19/15716, 11.12.2019, S. 12 f.